Basiskonzept der JWRG



1. Personenkreis

Unsere Hilfsangebote richten sich an volljährige psychisch erkrankte Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt überwiegend im Bezirk Hamburg-Mitte haben.

2. Grundsätzliche Ziele der Arbeit

Im Sinne der ICF setzt sich die Rautenberg-Gesellschaft dafür ein, dass psychisch erkrankte Menschen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben in Gesellschaft und Umwelt führen können. Dazu unterstützen wir sie darin, ihr Dasein in allen ihnen wichtigen Lebensbereichen so zu gestalten, wie es Menschen ohne Beeinträchtigung können. Wir unterstützen sie bei der Wiederherstellung ihrer Gesundheit und dabei, all das tun zu können, was von einem Menschen ohne Gesundheitsproblem erwartet wird.

Im Einzelnen bedeutet dies

  • ihre individuellen Ressourcen zu erkennen, zu aktivieren und weiterzuentwickeln,
  • die Strukturen zu verändern, die ihre persönliche Entwicklung behindern,
  • ihr soziales Netzwerk zu stabilisieren oder mit ihnen neu zu gestalten,
  • einen konstruktiven Umgang mit vorhandenen Beeinträchtigungen zu ermöglichen.

3. Methoden

3.1. Wie wir arbeiten

Den Inhalten unseres Leitbilds folgend verstehen wir unsere Arbeit als aktive Begleitung und Unterstützung für psychisch erkrankte Menschen. Wir arbeiten Ressourcenorientiert und suchen in einem gemeinsamen Prozess mit Betroffenen, Angehörigen und Professionellen nach optimalen Lösungen.

Wir sehen uns als Teil der uns umgebenden Sozialräume und gestalten diese aktiv mit. Die Akzeptanz und Zusammenführung verschiedenster Lebensentwürfe ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit

3.2. Einzelfallhilfen

Jeder Klient bekommt bei uns eine persönliche Bezugsbetreuung. Die Hilfebedarfsermittlung erfolgt nach den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen. Die Unterstützung erfolgt z.B. durch: regelmäßige Einzelgespräche, Hausbesuche, Krisenintervention oder Beratung im Umgang mit der eigenen Erkrankung

3.3. Gruppenangebote

Im Rahmen unserer Gruppeangebote bietet sich die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen, vorhandene Interessen wieder zu entdecken, sich im eigenen Sozialraum neu zu orientieren. Alle Gruppenangebote der Rautenberg-Gesellschaft können standortübergreifend genutzt werden

3.4. Sozialraumorientierung

Unsere Tagesstätten bieten Raum für Begegnung und Kommunikation. Wir wollen das Wohnumfeld einbeziehen und das nachbarschaftliche Miteinander fördern. Vernetzt in den Stadtteilen bieten wir im Rahmen unserer zentralen Treffpunkte Beratungsangebote und verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

4. Rahmenbedingungen

4.1. Standorte

Die Einrichtungen der Rautenberg-Gesellschaft sind in den Stadtteilen St. Pauli, St. Georg und Billstedt zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

4.2. Ausstattung

Für tagesstrukturierende und therapeutische Angebote stehen Tagesstätten, Gruppen-/Gesprächsräume, Werkstatt, Laden und Produktionsräume sowie Küche oder Teeküche zur Verfügung.
Die Einrichtungen unterscheiden sich an den jeweiligen Standorten in der räumlichen Ausstattung sowie in der Angebotsstruktur.
Entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Interessen können die KlientInnen Angebote an allen Standorten nutzen.

4.3. Mittel

Für die Leistungserbringung setzt die Rautenberg-Gesellschaft folgende Mittel ein:

  • integrierter Behandlungs- und Therapie-Plan (IBRP)
  • bzw. Integrierte Teilhabe Planung (ITP)
  • Tagesstätten
  • niedrigschwellige Arbeitsangebote, Hinzuverdienstmöglichkeiten
  • Wohnangebote

 

4.4. Qualitätsmanagement

Qualitätssicherung und –entwicklung erfolgt in der Rautenberg-Gesellschaft auf Basis des von Diakonie und Caritas entwickelten Standards „Pro Psychiatrie Qualität“ (PPQ). Damit unterliegen alle Aktivitäten der JWRG einer kontinuierlichen Überprüfung und Fortentwicklung.

4.5. Formale Grundlagen

Die Bezahlung der Betreuungsleistungen erfolgt auf Grundlage der §§ 53 / 54 bzw. 67 / 68 SGB XII durch den Sozialhilfeträger. Je nach Einkommens- und Vermögensverhältnissen kann eine finanzielle Beteiligung an den Betreuungskosten vom Betreuten oder seinen unterhaltspflichtigen Angehörigen durch das Grundsicherungsamt gefordert werden.

5. Personal

Die in diesem Basiskonzept beschriebenen Angebote und Leistungen werden von Fachpersonal aus folgenden Arbeitsbereichen erbracht:

  • Sozialpädagogik
  • Ergotherapie
  • Fachkrankenpflege
  • Psychologie
  • Hauswirtschaft

Unser Fachpersonal hat im Rahmen von Fort- und Weiterbildungen weitere Qualifikationen erworben.

Die Arbeit ist in regionalen Teams organisiert, die jeweils von einer Fachkraft geleitet werden.

 
 

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